Rainer, der Begriff Nachhaltigkeit ist überall präsent. Was verstehst du persönlich darunter – und weshalb war es euch ein zentrales Anliegen, dieses Prinzip beim Neubau eurer Kanzlei von Anfang an mitzudenken?
Nachhaltigkeit bedeutet für mich, Verantwortung nicht nur im Hier und Jetzt zu übernehmen, sondern Entscheidungen so zu treffen, dass sie auch in 20 oder 30 Jahren Bestand haben. Als Kanzlei denken wir ohnehin langfristig – bei Nachfolgeplanungen, Vertragsgestaltungen oder steuerlichen Strategien.
Unser Neubau folgt demselben Prinzip: Wir wollten ein Gebäude schaffen, das ökologisch, ökonomisch und sozial tragfähig ist. Es geht also nicht nur um Technik, sondern um Haltung. Wir zeigen damit, dass unternehmerisches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar zusammengehören.
Nachhaltige Architektur gilt vielfach als Investition in die Zukunft: ökologisch sinnvoll, aber initial kostenintensiver. Welche konkreten baulichen, technischen oder energetischen Maßnahmen habt ihr realisiert, um ökologische Verantwortung mit ökonomischer Weitsicht zu verbinden?
Rainer Metschke:
Die gängige Vorstellung lautet: Nachhaltig zu bauen ist zwangsläufig teurer. In unserem Fall stimmt das so nicht. Was wir an klassischer Klimatechnik einsparen, investieren wir eben in hochwertige Planung und langlebige Baustoffe.
Ein Neubau verändert mehr als nur die Adresse. Welche Wirkung wird deiner Meinung nach der neue Standort auf eure Kanzleikultur und auf euch als Arbeitgebermarke haben?
Viele setzen beim Bauen auf bekannte Standards. Ihr habt euch bewusst für einen anderen Weg entschieden. Warum?
Mit wem setzt ihr dieses Projekt um?